Warum nicht den eigenen Stromverbrauch visualisieren?

Angesichts der hohen Stromrechnungen des letzten Jahres hatte ich nun doch das Bedürfnis, zu analysieren, wer wann wie viel und wie lange verbraucht. Obligatorisch in Kombination mit dem Austesten neuer Technologien. Ich entschied mich für die Web-Basis, da mir hier vor allem ein sehr guter Diagramm-Generator sowie eine optimale Datenbankanbindung dank eigenem lokalen Webserver gegeben war. Schnell ein kleines Web-Interface zusammengeschustert – ein Rahmen, einige Menüpunkte sowie allgemeine Layoutfrimeleien – fertig. Mit konventionellem Programmieraufwand, wie man ihn von desktopgebundenen Applikationen her kennt, hätte das nur noch länger gedauert und bei weitem nicht so gut ausgesehen!

Nachdem die Datenbank sowie das Eingabeformular aufgesetzt waren, gab ich die schon während der Entwicklungszeit abgelesenen Zählerstände plus dazugehöriger Uhrzeit ein. Davon ausgehend sollten nun alle Berechnungen stattfinden:

  • Absoluter Stromverbrauch im Wochenverlauf (einfaches W(t)-Diagramm)
  • Vergleich von Tagesverbrauchen (ebenfalls W(t), jedoch beginnt jeder Tag erneut bei (0,0); Sollten tagesinitiale Messungen nicht um 0.00 Uhr getätigt worden sein, wird ein konstanter Stromverbrauch bis zum ersten Messpunkt angenommen, sodass eine weitgehende Korrektheit aller Darstellungen angenommen werden kann)
  • Die jeweils zwischen 2 Messpunkten vorhandene, durchschnittliche beanspruchte Leistung in Watt (P(t)-Diagramm), sodass es erkennbarer ist, welcher Verbraucher zu welcher Zeit Strom zieht.
  • Statistische Hochrechnungen:
    • Totaler Stromverbrauch  pro Tag (Ist eine Messreihe nicht genau über 24h erfolgt, werden die Eckdaten (Letzter Zählerstand – Erster Zählerstand) durch den Messzeitraum dividiert, und anschließend mit 24 multipliziert, sodass auch hier der totale 24-Stundenverbrauch geringfügig erschätzt wird)
    • Schätzung des Jahresverbrauchs (Alle bei 1. geschätzten Tagesverbrauche werden gemittelt und mit 365.25 Tagen multipliziert)
    • Ermittlung der zu erwartenden Stromkosten

Da man jetzt nur noch fortlaufend die Zählerstände eintragen braucht, ist diese Visualisierung enorm praktisch: Einzelne Tätigkeiten, wie z.B. Essen kochen oder Fernsehen, die man selber einer Uhrzeit zuordnen kann, sind nun sehr einfach mit den jeweiligen Zählerständen assoziierbar.

Diagramme wiesind dann kein Problem mehr.

Insgesamt ein interessanter Zeitvertreib, gerade in der Ferienzeit ;D